Kopfbild

Bettina

Eine Tinnitus-Patientin berichtet

Umgang mit dem störenden Fiepen im Ohr

Seit zweieinhalb Jahren leidet Bettina unter einem Fiep-Ton im Ohr. Je mehr Stress, desto stärker werden die Beschwerden. Unzufriedenheit, Schlaflosigkeit, Unausgeglichenheit und – daraus resultierende – Leistungsabfälle waren die Folgen.

Bei mir ist es ungefähr zweieinhalb Jahre her, ist nach einer schwierigen Situation im Beruf aufgetreten. Ich hab einfach festgestellt, als ich ins Bett gegangen bin, dass irgendwas anders ist. Dass ich da ein Geräusch habe, was definitiv vorher nicht da war. Dann schaltet man ja erst sämtliche Lärmquellen aus, die vielleicht von außen einwirken können und hab dann festgestellt, das ist in meinem Kopf. Bei uns auf der Arbeit wurde eine Umstrukturierungsmaßnahme durchgeführt. Man musste sein ganzes System umstellen und das hat mich streckenweise wirklich so geärgert, dass ich keinerlei Chance gesehen habe mich irgendwie rauszuziehen aus dieser Situation und das ging über Wochen. Und dann war irgendwie das Geräusch da.

Also des war praktisch so, dass nach zwei Tagen das Geräusch immer noch nicht weg war und dann bin ich zum Ohrenarzt gegangen. Ich habe ihm geschildert was ist und er hat auch sofort gesagt, dass ist ein Tinnitus und kein Hörsturz. Es gibt mehrere Behandlungsansätze. Ich hatte mir dann aufgrund seiner Empfehlung praktisch ein Ginkgo-Präparat geholt, hab ich dann auch über 3 Monate genommen und habe dann aber nicht wirklich gespürt, da ist irgendwie was anders ist, habe aber noch andere Maßnahmen ergriffen.

Das Geräusch ist ein Fiepton, leicht schrill, aber auch in der Frequenz unterschiedlich, also das ist nicht immer gleich. Es ist praktisch bei mir so Tagesform abhängig.

Auf jeden Fall hat es mit meinen persönlichen Umständen zu tun, d.h. umso mehr Stress von außen auf mich einprasselt, umso stärker wird das Problem.

Es hat mich dann auch am Schlafen gehindert. Und es hat den Einfluss darauf gehabt, das ich wirklich von Unzufriedenheit, Unausgeschlafenheit, Unausgeglichenheit, also die gesamte Palette durchgetanzt habe. Bis ich irgendwann gesagt habe, das geht so nicht weiter, da drehst du ja irgendwann durch. Man ist auch dann natürlich nicht leistungsfähig, man merkt es nach spätestens nach zwei Monaten, wer dann wirklich auch mies schläft, merkt dann schon, dass er wirklich auch echte Leistungsabfälle hat („hat“ reingeschnitten).

Ich hab mich also dann gleich angemeldet bei einem Autogenen Training-Kurs und habe einfach probiert aufgrund der Möglichkeit, sich selbst so ein bisschen runter zu reduzieren und ich habe wirklich feststellen können, dass man mit Eigeninitiative ein bisschen was erreichen kann.
Ich probiere, Lärm oder ungünstigen Stress aus dem Weg zu gehen, wenn es mir nicht gelingt, dann habe einfach nur die Möglichkeit im Grunde, das als kleinen Rückschlag zu betrachten, den ich ganz locker hinnehme, weil ich mir sage, es kommen dann auch wieder gute Tage. Ich suche mein Glück in der Ruhe, in meinem Garten, ich hab wie gesagt eine sehr schöne Katze, die mich sehr glücklich macht und mich entschleunigt. Dann fahre ich viel Fahrrad draußen, bin einfach dann zufrieden in meinem Ruhepol, um es mal so zu sagen. Das ist für mich dieser wichtigste Faktor.

Auf jeden Fall nicht aufgeben, und wenn man irgendwie meint, es geht nicht voran, dann irgendwie eine Möglichkeit suchen, also mit jemanden auch darüber zu sprechen. Also es ist auch ganz wichtig, dass man anderen das auch erklärt, weil jemand, der das nicht kennt und nicht hat, der weiß nicht was das bedeutet. Guckt euch um, Tinnitus gibt es eine Liga, da kann man sich informieren und das ist glaube ich das A und O, dass man sich informiert und guckt, was einem am besten hilft.

Mehr Videos zum Thema Tinnitus

Alexander

Tinnitus seit ca. 15 Jahren

04:23

Dr. Thomas Zickler

niedergelassener HNO-Arzt, Pfungstadt

10:27

Olaf

Tinnitus seit ca. 1 Jahr

04:58

Udo

seit mindestens 10 Jahren Tinnitus

04:18

Pflichttexte

Binko® 40 mg / 80 mg / 120 mg Filmtabletten:
Wirkstoff: Ginkgo-biloba-Blätter-Trockenextrakt
Anwendung: Symptomatische Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungseinbußen im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzept mit den Hauptbeschwerden: Gedächtnis-, Konzentrationsstörungen, Niedergeschlagenheit, Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen. Vor Behandlungsbeginn, sollte geklärt werden, ob die Krankheitszeichen nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen. Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke bei arterieller Verschlusskrankheit, zur unterstützenden Behandlung von Ohrgeräuschen und bei Schwindel infolge von Durchblutungsstörungen oder altersbedingten Rückbildungsvorgängen. Enthält Lactose.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Klinge Pharma GmbH, Bergfeldstr. 9, D - 83607 Holzkirchen.
Stand: April 2017.

× Schließen