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Alexander

Ein Patient gibt Auskunft

Den Alltag trotz Tinnitus meistern

Alexander leidet seit ca. 15 Jahren unter störenden Ohrgeräuschen. Die Entscheidung einen Arzt aufzusuchen, fiel ihm nicht leicht. Im Interview verrät Alexander, was ihm Linderung verschafft, wenn es in den Ohren rauscht.

Der Tinnitus hat sich bei mir bemerkbar gemacht, als ich mich thematisch beruflich damit auseinandergesetzt habe, vor vielen Jahren, und da ist mir dieses pfeifende Geräusch aufgefallen, das sich nicht aufgelöst hat, sondern beständig mich gestört hat. Ich habe das schon als Bedrohung empfunden, weil ich es ja auch nicht einschätzen konnte, ob es schlimmer wird, ob es lauter wird, ob es irgendwann von selber wieder weggeht. 

Sechs Wochen habe ich ca. gebraucht, um diesen Entschluss zu fassen dann doch mal damit zum Arzt zu gehen. Man hat mir dann gesagt, diese Möglichkeiten würde es geben, dass man eine Infusion macht oder auch ein Ginkgo-Produkt verwendet. 

Das Ohrengeräusch bei mir klingt klassisch, wie ein Pfeifton, ein sehr heller Pfeifton, der sich auch verändern kann, mal ist er ein bisschen heller, mal ein bisschen dunkler, aber eher schon im höheren Frequenzbereich. Manchmal kommen auch noch andere Geräusche dazu, dann mischt sich das.

Wie gesagt, ich habe das schon seit vielen Jahren, also bestimmt 15 Jahre, und in Stresssituationen gerade beruflicher Art verstärkt sich das enorm. Es gab früher auch Zeiten, da habe ich das über einen längeren Zeitraum gar nicht wahrgenommen und dann gab es immer verschiedene Anlässe, wo das dann wieder verstärkt aufgetreten ist. Unter anderem kann ich mich sehr gut daran erinnern auf einem Langstreckenflug, da waren die Bordlautsprecher extrem laut eingestellt und ich war leider nicht schlau genug, mir etwas in die Ohren zu machen und da hat sich das dann wirklich chronisch danach eingeschlichen. Und zuvor ist es immer wieder vorgekommen… ein Auslöser, beispielsweise habe ich handwerklich gearbeitet mit der Flex und nicht daran gedacht einen Ohrenschutz anzuziehen und dann hat es wieder Wochen gedauert bis es sich beruhigt hat das Ganze. Oder auch, wenn man auf Konzerte gegangen ist. Heute weiß ich, man muss wirklich sehr darauf achten, auf sich achten.

Es beeinflusst mich natürlich schon, gerade abends beim Schlafen gehen ist es eine Last, wenn man eine Ruhephase einläuten möchte, und dann ist man sehr irritiert, aber man lernt damit zu leben.

Also ein wichtiger Aspekt für mich war, zu sagen: „Ich geb‘ den Ton an. Ich lass mich nicht kleinkriegen“. Für mich war wirklich wichtig, das Tempo an den Stellen dann rauszunehmen, wo ich merke jetzt wird es ernst. Langsam zu machen. Auch den Job, mittags, wenn ich merke, das ist jetzt zu viel: mal einfach eine halbe Stunde spazieren zu gehen. Oder sich mal hinzulegen. Vielleicht auch wirklich mal ein paar Gymnastikübungen zu machen. Einfach mal weghören.
Wenn ich jetzt irgendwo unterwegs bin und da ist es laut, da nehme ich einfach ein Taschentuch, mache ein paar Papierkügelchen und stecke sie mir in die Ohren, wenn ich nichts zur Hand habe. Und damit komme ich ganz gut durch. Ich habe für mich gelernt, es einfach anzunehmen, dass dieses Beschwerdebild da ist und versuche das Beste draus zu machen und das heißt für mich, ich sage, das ist mein kleiner Freund und es hat was Sympathisches einfach.

Ich würde die Möglichkeiten, die es gibt, versuchen zu nutzen, in Betracht zu mindestens zu ziehen und ja vielleicht sogar ein Hörgerät auszutesten, auch mit Ginkgo-Produkten zu arbeiten und vielleicht sogar eine Therapie – also eine Tinnitus-Therapie – anzugehen, um da eine Abhilfe zu schaffen.

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Wirkstoff: Ginkgo-biloba-Blätter-Trockenextrakt
Anwendung: Symptomatische Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungseinbußen im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzept mit den Hauptbeschwerden: Gedächtnis-, Konzentrationsstörungen, Niedergeschlagenheit, Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen. Vor Behandlungsbeginn, sollte geklärt werden, ob die Krankheitszeichen nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen. Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke bei arterieller Verschlusskrankheit, zur unterstützenden Behandlung von Ohrgeräuschen und bei Schwindel infolge von Durchblutungsstörungen oder altersbedingten Rückbildungsvorgängen. Enthält Lactose.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Klinge Pharma GmbH, Bergfeldstr. 9, D - 83607 Holzkirchen.
Stand: April 2017.

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