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Symptome bei Tinnitus

Ohrgeräusche äußern sich ganz individuell

Jeder Betroffene nimmt Tinnitus auf eine andere Art und Weise wahr

Sie tauchen plötzlich auf, und während sie bei dem einen nach kurzer Zeit wieder verschwinden, setzen sie sich bei dem anderen über Stunden, Tage oder Monate fest. Manchmal sind die Töne kaum hörbar, können aber bei Stress oder körperlicher Anstrengung lauter werden. Viele empfinden die Stille als unangenehm, da sie dann den Tinnitus stärker spüren und entsprechend schlechter schlafen. Andere reagieren besonders empfindlich auf Außengeräusche, die ihrem Tinnitus ähneln, beispielsweise wenn es in der Umgebung pfeift, quietscht oder rauscht. Generell werden Ohrgeräusche subjektiv erlebt und können sehr belastend sein.

Als Hauptsymptom geben die Betroffenen Ohrgeräusche an, die nur sie hören können und die sich als unterschiedliche Arten von Klingeln, Pfeifen, Surren, Sausen, Rauschen oder Piepen beschreiben lassen. Die Geräusche sind meist hochfrequent und spiegeln die Schädigung der Tonwahrnehmung in eben diesen hochfrequenten Hörbereichen wider.

Tritt zusätzlich zum Tinnitus auch ein Schwindelgefühl auf, weist dies auf eine Beteiligung des Gleichgewichtsorganes hin bzw. auf die Innenohrstörung Morbus Menière.

Symptome

Bei einem dekompensierten chronischen Tinnitus besteht durch den hohen empfundenen Leidensdruck zudem die Gefahr von Begleiterscheinungen wie

  • Schlafstörungen,
  • depressiven Episoden,
  • geminderter Fähigkeit, sich zu konzentrieren oder zu entspannen,
  • Hyperakusis (Geräuschüberempfindlichkeit) sowie
  • Sozialem Rückzug und Isolation

die das Akzeptieren und Kompensieren der kontinuierlichen Ohrgeräusche erschweren oder unmöglich machen. Zudem wird angenommen, dass sich mit dem Andauern des Tinnitus Teile des Gehirns, die für die auditorische Wahrnehmung zuständig sind, umorganisieren und so den Ton festigen.