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Fachbegriffe

Was ist was? Das Binko-Lexikon hilft Ihnen weiter

Die wichtigsten Tinnitus-Begriffe verständlich erklärt

Wenn die Ohrgeräusche zum ersten Mal aufgetreten sind und weniger als drei Monate anhalten, spricht man von einem akuten Tinnitus. Ein akuter Tinnitus lässt sich mit blutverdünnenden und durchblutungsfördernden Medikamenten sowie Cortison behandeln und gehört somit in die Hände eines Arztes.

Hörkurve, die das subjektive Hörvermögen beschreibt. Ein Audiogramm wird durch eine Hörprüfung ermittelt, bei der das Hören bei Frequenzen von 125 bis 12000 Hz bestimmt wird.

Die Ohrmuschel und der äußere Gehörgang bilden das Außenohr. Als eine Art Schalltrichter bündelt es Schallwellen aus der Umwelt und leitet sie zum Trommelfell im Mittelohr.

Gehören zum Innenohr und sind Teil des Gleichgewichtorgans. In ihnen fließt eine spezielle Lymphflüssigkeit. Durch Bewegungen des Kopfes verteilt sie sich in unterschiedliche Richtungen, wobei sie bestimmte Nervenzellen stimuliert. Die Signale, die aus dieser Stimulation hervorgehen, werden im Gehirn weiterverarbeitet und ermöglichen es uns, im Gleichgewicht zu bleiben.

Zustand emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit.

Schallempfindungsstörung, die auf einer Erkrankung des Innenohrs beruht und bereits seit längerer Zeit besteht.

Ohrgeräusche, die über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten auftreten oder immer wiederkehren. Da ein chronischer Tinnitus in der Regel nicht mehr auf Medikamente anspricht, kommen hauptsächlich Entspannungstechniken, alternative Heilverfahren oder auch Rauschgeräte zum Einsatz. Diese sind Teil der sogenannten Retraining-Therapie, die auf eine langsame Gewöhnung an das Ohrgeräusch abzielt.

Die Hörschnecke heißt medizinisch Cochlea. Das Cochlea-Implantat kann bei hochgradig schwerhörigen Patienten das Hörvermögen verbessern. Besteht neben der Schwerhörigkeit auch ein Tinnitus, kann es helfen, den Tinnitus zu überlagern.

Als Counselling bezeichnen Mediziner eine individuelle ärztliche Beratung und Betreuung. Im Fokus stehen Ursachen, Therapiemöglichkeiten und Verarbeitungsstrategien des Tinnitus. Besonders bei einem akuten Tinnitus wichtig, da sich mit den richtigen Behandlungsschritten ein chronischer Tinnitus verhindern lässt.

Die Ablenkung von einer krampfhaften Wahrnehmung des Tinnitus, aber auch Ablenkung von negativen Gedanken, die mit dem Tinnitus verknüpft sind.

Lärm wird in Dezibel (dB) gemessen. Atmen erzeugt eine Lautstärke von etwa 10 dB, ein Fernseher etwa 55 dB, ein vorbeifahrender Zug um die 90 dB und ein Düsenflugzeug 120 dB. Bei einer Dauerbeschallung von 85 dB sind bereits erste Schäden der Hörzellen möglich.

(EEG), eine Methode der medizinischen Diagnostik zur Messung der summierten elektrischen Aktivität des Gehirns durch Aufzeichnung der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche.

Der härteste Knochen des menschlichen Schädels und ein Abschnitt des Schläfenbeins. Es umgibt das Innenohr. 

Die Frequenz gibt an, wie viele Schwingungen ein Ton pro Sekunde erzeugt. Die Maßeinheit lautet Hertz. Tiefe Töne haben niedrige Frequenzen, hohe Töne entsprechend höhere Frequenzen. Das menschliche Ohr reagiert auf einen Frequenzbereich zwischen 15 und 20.000 Hertz.

Schließt an die Ohrmuschel an und führt zum Mittelohr. Er besteht aus einem knorpelig-bindegewebigen Gerüst, das weiter hinten in Richtung Mittelohr zunehmend verknöchert. Die von der Ohrmuschel aufgenommenen Schallwellen treffen am Ende des Gehörgangs auf das Trommelfell.

Im Mittelohr befinden sich die drei Gehörknöchelchen: Hammer, Amboss und Steigbügel. Sie sind über kleine Gelenke miteinander verbunden. Ihre Aufgabe ist die Schallweiterleitung vom Trommelfell bis zum Innenohr.

Ginkgo regt, über einen längeren Zeitraum regelmäßig eingenommen, die Durchblutung an und kann mögliche Ursachen des Tinnitus beheben.

Teil des Hör-Gleichgewichtsnervs, der das Gehirn mit dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr verbindet. Bei Störungen des Gleichgewichtsnervs kann es zu Schwindelattacken kommen.

Im Innenohr befindet sich das Gleichgewichtsorgan, das über den Gleichgewichtsnerv mit dem Gehirn verbunden ist.

Eine akute Entzündung des Mittelohrs und des Trommelfells, die durch Influenzaviren ausgelöst wird oder bei einer Grippeerkrankung auftritt.

= Gewöhnung an den Tinnitus. In den meisten Fällen gewöhnen sich Betroffene schnell an das Ohrgeräusch und vergessen es sogar mit der Zeit. Bei einer besonders schweren Beeinträchtigung können verschiedene Verfahren dabei helfen, die Wahrnehmung des Tinnitus schrittweise zu „verlernen“ (Retraining-Therapie).

Zwischen Rückenmark und Gehirn liegt der Hirnstamm, der eine lebenswichtige Filterfunktion hat. Er selektiert gefährliche von ungefährlichen Signalen und schaltet bei Gefahr reflexartig körperliche Abwehrreaktionen ein. Wenn der Hirnstamm einen Tinnitus als Gefahrenquelle einstuft, können Stressreaktionen wie Konzentrationsstörungen, Schlafmangel und Panikattacken auftreten.

Die Nervenverbindungen zwischen den Sinneszellen im Innenohr über den Thalamus bis hin zur Hörrinde im Großhirn.

Ein kleiner Verstärker am Ohr, der hilft, den Tinnitus weniger stark wahrzunehmen. Hörnerv

Bildet den zweiten Teil des Hör-Gleichgewichtsnervs. Er leitet die von der Hörschnecke ausgehenden elektrischen Impulse zur Hörrinde im Gehirn weiter, wo sie zu Hörinformationen verarbeitet werden.

Die Hörrinde ist der Bereich im Gehirn, der für die Hörwahrnehmung zuständig ist. Hier werden der Signale zu bewussten Hörinformationen verarbeitet, zum Beispiel Musik oder gesprochene Worte.

Wichtiger Bestandteil der tinnituszentrierten Musiktherapie. Im Mittelpunkt stehen Übungen mit Geräuschen, Klängen und schließlich mit Musik.

(Cochlea) gehört zum Innenohr. Sie hat eine schneckenartige Form und ist zweieinhalbmal in sich gedreht. In der Hörschnecke wandeln über 40 000 Haarzellen Schallwellen in elektrische Impulse um.

Plötzlicher Verlust der Hörfähigkeit. Dabei reicht die Bandbreite von bestimmten Frequenzen bis hin zur völligen Ertaubung. Die genauen Ursachen eines Hörsturzes sind unklar. Man vermutet Durchblutungsstörungen, Infekte oder Störungen der Nervenbahnen.

eine Überempfindlichkeit gegenüber Lärm und Geräuschen und eine häufige Begleiterscheinung von Tinnitus oder Schwerhörigkeit.

Schließt an das Mittelohr an und besteht aus dem Gleichgewichtsorgan und der Hörschnecke. Dem Innenohr kommen daher zwei Hauptaufgaben zu: Zum einen ist es für den Gleichgewichtssinn zuständig, zum anderen wandelt es die aufgenommenen Schallwellen in elektrische Impulse um, die das Gehirn dann zu Hörinformationen weiterverwerten kann.

Eine durch ein akustisches Trauma (Knall, Schuss, Ohrfeige usw.) ausgelöste Hörstörung mit Tinnitus.

Schon eine kurze Lärmbelastung von 120 Dezibel reicht aus, um einen Lärmschaden zu verursachen. Er äußert sich meist als Schwerhörigkeit, oft begleitet durch pfeifende oder brummende Ohrgeräusche. Ein leichter Lärmschaden kann sich nach einiger Zeit wieder zurückbilden, während schwere Lärmtraumata in der Regel nicht heilbar sind.

Eine durch chronische Lärmeinwirkung entstandene Schallempfindungsschwerhörigkeit.

Besteht aus luftgefüllten Hohlräumen. Der größte Hohlraum ist die Paukenhöhle. Zwischen Paukenhöhle und äußerem Gehörgang befindet sich das Trommelfell, welches das Mittel- vom Außenohr abgrenzt.

An Trommelfell, Hammer und Steigbügel sind die zwei Mittelohr-Muskeln befestigt. Sie haben eine wichtige Schutzfunktion: Bei plötzlichem Lärm ziehen sie sich reflexartig zusammen und unterbrechen so die Schall-Leitungskette im Mittelohr.

Kombiniert angeleitete Übungen mit beruhigender Musik. Das ermöglicht eine besonders intensive Entspannung.

= Tinnitus-Masker

Die Ohrmuschel ist der einzige Teil des Ohrs, der außen liegt. Sie besteht aus elastischem Knorpel und wirkt wie ein Schalltrichter, der die Schallwellen aus der Umwelt auffängt und über den angrenzenden Gehörgang an das Trommelfell weiterleitet.

Die Ohrtrompete ist für den Druckausgleich im Mittelohr zuständig.

Objektives Verfahren zur Messung der Innenohrfunktion. Mittels otoakustischer Emissionen misst man die Beweglichkeit der Haarzellen.

der Oberbegriff für alle Formen psychologischer Verfahren, die ohne Einsatz medikamentöser Mittel psychische und psychosomatische Krankheiten oder Verhaltensstörungen behandeln.

Überempfindlichkeit der Ohren bei geringer Lautstärke, zum Beispiel bei Geschirrklappern oder Kindergeschrei, infolge einer Innenohrstörung.

Ein Konzept zur Tinnitus-Therapie mit dem Ziel, das Gehör an den Tinnitus zu gewöhnen, so dass er nicht mehr bewusst wahrgenommen wird.

Je nach Leidensdruck des Betroffenen lässt sich Tinnitus lässt sich in vier unterschiedliche Schweregrade einteilen, die ein professioneller Fragebogen ermittelt. Die Ergebnisse sind wichtig für die Therapieschritte.

Töne einer bestimmten Frequenz können nicht mehr gehört werden, zum Beispiel Hochton- oder Tieftonschwerhörigkeit. Ursache ist eine irreparable Schädigung der Haarzellen im Innenohr. Schwerhörigkeit kann eine normale Begleiterscheinung des Altersprozesses sein oder durch dauerhafte Lärmbelastung hervorgerufen werden.

Besonders reine Töne, deren Schwingungen gleichmäßig verlaufen.

Spielt dem Patienten Zahlen und Wörter vor, um das Sprachgehör zu testen.

Das dritte der drei Gehörknöchelchen im Mittelohr.

Medizinische Bezeichnung für Ohrgeräusche, die in der Regel nur für die betreffende Person wahrnehmbar sind. Das können Pfeiftöne, Brummen, Knacken, Rauschen oder ein Klicken sein. Der Tinnitus selbst ist keine Erkrankung, sondern lediglich Symptom. Selten liegen körperliche Ursachen wie chronische Mittelohrentzündungen, Gefäßveränderungen oder Blockaden der Halswirbel zugrunde. Ursache können psychische Belastungen, Stress und negative Emotionen wie Trauer oder Ängste sein. Oft verschwinden Ohrgeräusche wieder von alleine.

Dieses Gerät erzeugt ein Rauschen, das den Betroffenen von seinem Tinnitus ablenken soll. Es ist hinter oder in der Ohrmuschel befestigt und lässt sich individuell einstellen.

Das Trommelfell liegt am Ende des Gehörgangs und grenzt diesen vom Mittelohr ab. Es besteht aus einer feinen Membran, an deren Innenseite das erste Gehörknöchelchen (Hammer) befestigt ist. Wenn Schallwellen auf das Trommelfell treffen, beginnt es zu schwingen und überträgt so den Schall.

Mit einem speziellen Messapparat werden die Schwingungsfähigkeit des Trommelfells und indirekt die Belüftung des Mittelohrs gemessen.

Umfasst unterschiedliche Tests zur Prüfung der Funktionstüchtigkeit des Gleichgewichtsnervs.

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